Schwingstab: Test & Vergleich 04/2021

Ein Schwingstab stärkt und stimuliert die Tiefenmuskulatur mithilfe von Vibrationen. Das wirkt sich auf die gesamte Rumpfmuskulatur und die Wirbelsäule extrem vorteilhaft aus. Durch regelmäßige Trainingseinheiten mit Schwingstab lindert der Nutzer seine alltäglichen Spannungsschmerzen von innen heraus – dabei sind die Gelenke laut Test vollkommen geschont.

Das Hauptelement ist ein dünner, langer Stab. Die Standardlänge befindet sich in einem Bereich zwischen 150 und 160 Zentimetern. Der Stab hat einen verbreiterten Griff aus Gummi in der Mitte. Des Weiteren kommen an beiden Enden feste Pfropfen hinzu, die die Vibration kontrollieren und als Gewichte dienen.

Für wen empfiehlt sich ein Schwingstab?

Der Einsatz von Schwingstäben begann vormals in Reha-Zentren: Hier nutzen sie Patienten mit Rückenbeschwerden, um die Rückenmuskulatur zu stärken. Später fanden die effektiven Stäbe ebenfalls in Fitnessstudios ihre Anwendung.

Mittlerweile hat sich auch das Training zu Hause mit dem platzsparenden Schwingstab durchgesetzt. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um die Vorbeugung gegen Rückenschmerzen, sondern ebenso um die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems sowie um die Besserung der Koordination.

Schwingstab im Test – Was sind die Vor- und Nachteile?

Vorteile

  • Individuelle Trainingseinheiten,
  • intuitive Verwendung,
  • Rückenstabilisierung,
  • Aufbau der Tiefenmuskulatur,
  • Schutz vor Schmerzen und Fehlhaltungen,
  • geringer Zeitaufwand,
  • platzsparend,
  • leicht zu reinigen.

Nachteile

  • Beschränkte Trainingsmöglichkeiten,
  • Verunsicherung der Käufer durch große Qualitätsunterschiede.

Schwingstäbe im Test – Welche verschiedenen Arten gibt es?

Die Konstruktion der Swingsticks lassen sehr starke Schwingungen zu. Die Modelle für Gymnastik und Aerobic sind im Vergleich dazu weniger schwingungsstark. Bei diesen Modellen geht es eher um das Erlernen der korrekten Körperhaltung und die Koordination.

Zu den meistverkauften Modellen gehören Schwingstäbe für den therapeutischen Einsatz. Diese stehen in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen zur Auswahl und unterstützen eine schonende Trainingseinheit und. Kleine sogenannte Mini-Schwingstäbe eignen sich optimal für Armübungen.

Laut Test zeichnen sich die Unterschiede der Swingsticks zudem im Gewicht und in der Größe. Selbst das Verhalten der Schwingungen gibt Aufschluss über die Eignung und Bauart.

Aus welchen Materialien besteht der Schwingstab?

Die aktuellen Schwingstäbe sind vorwiegend aus Federstahl oder Glasfaser gefertigt. Für das Training zu Hause bieten sich die flexiblen und günstigen Glasfasersticks an, da sie bei der Anwendung in kleineren Räumen keinerlei Gefahr darstellen.

Die Stäbe aus Federstahl sind besonders leichtgewichtig und weisen nach ausgeführtem Test ein optimales Schwingungsverhalten auf. Sie eignen sich zudem als professionelle Fitnessgeräte.

Das Training mit einem Schwingstab im Test

Der Nutzer hält den Schwingstab normalerweise nach vorne oder seitlich vom Körper. Von der Übung abhängig greift man ihn mit beiden Händen oder nur mit einer Hand.

Der Griff und die exakte Haltung sorgen dafür, dass bestimmte Muskelgruppen angeregt werden. Mithilfe der Vibrationen, die sich beim Schwingen ausbreiten, stimuliert der Schwingstab auch tieferliegende Muskeln.

Damit lässt sich zu geringe bzw. einseitige Belastung oder eine falsche Haltung des Körpers ausgleichen. Die Ausdauer des Nutzers wird besser und seine Verspannungen lösen sich. Die Funktionsweise geht laut Test noch einen Schritt weiter: Das Training wirkt sich selbst auf den Stoffwechsel und das Bindegewebe aus.

Die Trainingsziele des Nutzers spielen eine wichtige Rolle

Mit einem Schwingstab lassen sich unterschiedliche Trainingsziele erreichen. Unter anderem hilft es dem Nutzer dabei, seine Ausdauer, Körperhaltung, Koordination und sein Gleichgewichtssinn zu verbessern.

Des Weiteren bietet sich der Schwingstab für die Vorbeugung und Behebung von Rückenbeschwerden an. Auch für den Muskelaufbau ist der schwingende Stab geeignet, vor allem für Rücken, Arme und Schultern. Abhängig von den Trainingseinheiten lassen sich auch weitere Muskelgruppen aktivieren.

Trainieren mit dem Schwingstab – die Möglichkeiten im Test

Das Trainieren der Tiefenmuskulatur mit einem Swingstick bietet dem Nutzer viele Möglichkeiten. Hier sind einige Beispiele, wie die Trainingseinheiten aussehen können:

Rückenmuskulatur

Den Stab im breiten Stand mit beiden Händen greifen. Arme über den Kopf nach oben strecken und in kleine Schwingungen versetzen.

Bizeps und Brust

Mit den Beinen in die Kniebeuge gehen. Den Swingstick mit beiden Händen in Brusthöhe waagerecht vor den Körper halten. In schnelleren Bewegungen zurück und vor schwingen.

Gesäßmuskulatur

Die Füße in Rückenlage aufstellen und in die Brücke gehen (Gesäß anheben). Linkes Bein gerade nach oben strecken und den Schwingstab mit rechter Hand halten. Arme anheben, zur Seite strecken und den Stab schwingen. 60 Sekunden halten und anschließend die Seite wechseln.

Core und Rumpf

Die Beine in Rückenlage gestreckt heben und den Schwingstab mit beiden Händen greifen. Den Oberkörper nach links drehen und leicht anheben. Die Arme auch nach links positionieren und den Stab schwingen. Sie Seite nach 60 Sekunden wechseln.

Wie lässt sich eine hohe Effektivität erreichen?

Der Schwingstab spricht, anders als bei diversen Trainingsarten, nicht ausschließlich die Tiefenmuskulatur an, sondern auch die oberen Muskeln. Hierfür sind die Vibrationen beim Schwingen verantwortlich.

Der Körper gleicht jegliche Vibrationen und Schwingungsbewegungen aus, selbst dann, wenn es dem Nutzer nicht gleich bewusst ist. Das aktiviert insbesondere die Muskeln im Wirbelsäulenbereich.

Die Tiefenmuskulatur stabilisiert die Gelenke und den Rücken. Damit sie die notwendige Kraft bekommt, genügen einfache Übungen nicht. Der Grund: Die Tiefenmuskeln reagieren nur reflexartig, lassen sich jedoch nicht bewusst ansteuern.

Übungen mit dem Schwingstab bezeichnet man als propriozeptives Training. Die Propriozeptoren im Körper funktionieren ähnlich wie Detektoren: Sie leiten jegliche Informationen im Körper an das Nervensystem, wo sie unbewusst verarbeitet werden.

Je besser die Propriozeptoren gebildet sind, desto optimaler läuft der Austausch von Informationen im Körper ab. Nach ausgeführtem Test verdeutlicht sich das zum Beispiel in einer Linderung der Rückenschmerzen.

Welches Zubehör ist für den Schwingstab notwendig?

Falls der Nutzer im Fitnessstudio trainiert, benötigt er eine Tragetasche. Für das Training zu Hause lohnt sich ein Wandhalter, an dem er den Schwingstab einfach einhängen kann.

Für zu Hause ist des Weiteren ein Poster bzw. eine Lehrtafel hilfreich. Der Nutzer kann ebenfalls eine Übungs-DVD einlegen, um bestimmte Bewegungsabläufe zu trainieren.

Viele benötigen auch eine Gymnastikmatte, um die Trainingseinheiten auf dem Fußboden durchzuführen. Als zusätzliche Elemente oder Ersatzteile stehen zudem Gewichte für den Schwingstab zur Verfügung.

Schwingstäbe im Test – was muss man beim Kauf beachten?

Ob Swingstick in Physiotherapie-Qualität oder ein Modell für den Einstieg – folgende Kriterien können den Interessenten bei der Kaufentscheidung unterstützen:

Abmessungen und Gewicht

Ein durchschnittlicher Schwingstab wiegt zwischen 500 und 1000 Gramm. Er ist meist weniger als ein Zentimeter dünn und etwa 160 Zentimeter lang.

Flexibilität

Ist das Material zu starr, so steigt auch der Schwierigkeitsgrad.

Je flexibler der Schwingstab, umso besser eignet er sich selbst für Einsteiger.

Variabilität

Bei der Variabilität handelt es sich um die Trainingsmöglichkeiten. Einzelne Elemente wie Griffe und Gewichte lassen sich teilweise verstellen. Das wirkt sich nicht ausschließlich auf die Schwingfrequenz aus, sondern auch auf das Gesamtgewicht.

Mithilfe der Variabilität ist eine Anpassung an höhere Trainingsniveaus möglich.

Material

Schwingstäbe aus Glasfaser sind flexibel und sehr preiswert. Bei Einsteigern sind sie äußerst beliebt.

Federstahl ist sehr leicht und verfügt über hervorragende Schwingeigenschaften. Insbesondere professionelle Schwingstäbe werden aus diesem Material gefertigt.

Beständigkeit

Die Verarbeitung und das Material sind für die Stabilität der Swingsticks verantwortlich. Nur robuste Fitnessgeräte behalten ihre Flexibilität auf Dauer, ohne zu brechen oder weitere Schwächen aufzuweisen.

Der Preis im Test – Was kostet ein hochwertiger Schwingstab?

Günstige Schwingstäbe stehen bereits ab 20 Euro zum Verkauf. Hier sind allerdings häufig Kompromisse bei den Eigenschaften der Stäbe nötig. Der Trainingseffekt ist dabei meist schlechter als bei den hochwertigen professionellen Modellen.

Schwingstäbe der renommierten Markenhersteller haben einen Preis von bis zu 80 Euro. Der Qualitätsunterschied lässt sich auf den ersten Blick nicht entdecken, beim Schwingen ist der Unterschied jedoch enorm.

Qualitativ hochwertige Schwingstäbe sind den hohen Preis wert, da sich die Vibrationen bei solchen Modellen hervorragend kontrollieren lassen. Darüber hinaus eignen sie sich auch für therapeutische Zwecke und verfügen meist über ein Gütesiegel.

Pflege und Handhabung im Test

Bei der Handhabung eines Flexi-Sticks gibt es laut Test nicht viel zu beachten. Das Trainingsgerät lässt sich in der Regel gar nicht oder nur geringfügig ändern.

Bei höherwertigen Modellen lassen sich einzelne Elemente neu einstellen oder die Endgewichte austauschen, um die Trainingseinheiten zu variieren.

Die Pflege des Schwingstabs beginnt mit dem Reinigen. Es reicht normalerweise bereits aus, das Gerät nach dem Training mit einem feuchten Tuch abzuwischen.

Damit sich an den Gewichten und dem gummierten Griff nichts verfärbt, empfiehlt sich nur klares Wasser – oder eventuell mit einem Tropfen Geschirrspülmittel.

Wer sollte keinen Schwingstab benutzen?

Das Schwingtraining für das Kräftigen der Tiefenmuskeln eignet sich nicht für alle Menschen. Neulinge auf diesem Gebiet sollten die Schwingübungen laut Test vormals vorsichtig erlernen.

Bei Problemen mit den Bandscheiben, akuten Entzündungen oder anderen Krankheiten empfiehlt es sich, auf das Trainingsgerät zu verzichten.

Auch wenn der Nutzer Schwierigkeiten damit hat, den Swingstick kontrolliert zum Schwingen zu bringen, sollte sich für eine andere Trainingsart entscheiden.

Für Personen mit Problemen im Herz-Kreislauf-System sowie für Schwangere ab dem sechsten Monat eignet sich das Fitnessgerät nicht.

Eignet sich das Training auch bei Bandscheibenproblemen?

Auf diese Frage gibt es leider keine allgemeingültige Antwort. Einige Betroffene führen ein sanftes Training nach einem Bandscheibenvorfall durch, um die Rückenmuskulatur zu stabilisieren.

Bei anderen Betroffenen führt die Schwingung hingegen zu Schmerzen. Es ist daher ratsam, darauf zu achten, wie der Körper reagiert. Eine Beratung vom Hausarzt oder Physiotherapeuten ist ebenfalls empfehlenswert.

Wie schwierig ist der Einstieg in das Training mit einem Flexi-Bar?

Schwingen ist laut Test nicht so einfach, wie es vormals erscheint. Die Beanspruchung von Oberkörper und Armen ist sehr intensiv. Der Nutzer benötigt also erst einige Übungseinheiten, um sich an die Kontrolle des schwingenden Stabes und die richtigen Bewegungen zu gewöhnen.

Nachdem ihm das Schwingen gelingt, kann er mit der Zeit auch den Schwierigkeitsgrad erhöhen und sich mit schwierigeren Übungseinheiten befassen.

Trainingseinheiten im Test: Wie lange sollten die ersten Übungen dauern?

Für Anfänger empfehlen sich 15 bis 30 Sekunden pro Übung, je nachdem, wie lange man die Schwingungen als angenehm empfindet. Nachdem man sich daran gewöhnt hat, lassen sich die Einheiten langsam bis zu maximal 60 Sekunden erhöhen.

Die gesamte Trainingseinheit zu Hause dauert am Anfang also maximal 15 Minuten. Im Fitnessstudio lassen sich Kombi-Kurse buchen, die etwa 60 Minuten lang dauern.

Training mit dem Swingstick im Test – Hilfreiche Tipps

Bei Bandscheibenproblemen, Rückenproblemen oder Vorerkrankungen sollte der Nutzer seinen Arzt fragen, ob das Training mit dem Schwingstab für ihn geeignet ist.

Leichte Swingsticks für Kinder sind in einer Länge von etwa 120 cm erhältlich.

Es ist laut Test empfehlenswert, in das Trainingsgerät lieber etwas mehr zu investieren und dafür ein qualitativ hochwertiges Produkt in den Händen zu halten.

Für die Trainingseinheiten mit dem Swingstick eignet sich lockere, atmungsaktive und an den Körper eng anliegende Sportkleidung.

Falls man am Anfang Hilfe benötigt, hilft ein Online-Tutorial oder eine Einweisung. Im Fitnessstudio bekommt der Nutzer direkte Anweisungen und gegebenenfalls Fehlerkorrekturen.

Bei den Übungen hält man den Stab in mittlerer Position. Man greift das Gerät fest, ohne zu verkrampfen. Kleine Bewegungen genügen bereits. Abhängig von der Übung und vom Trainingsgrad hält man die Bewegung zwischen 15 und 60 Sekunden.

Bei der Übung setzt man nicht den gesamten Körper zum Rütteln ein – man hält den Körper dagegen und setzt nur leichte Impulse. Die korrekte Schwingung spürt man tief in den Muskeln.

Fazit: Ein platzsparendes und effektives Fitnessgerät

Der Swingstick ist laut Test das optimale Gerät, um ein Wackeltraining auszuführen. Damit aktiviert man die Tiefenmuskulatur intensiv und bringt das Kreislauf-System richtig in Schwung.

Die positive Auswirkung zeigt sich insbesondere in der Reduzierung von Spannungsschmerzen und in einer verbesserten Körperhaltung. Wenn man die geplanten Trainingseinheiten mit dem Flexi-Bar regelmäßig durchführt, baut man Muskeln auf und man fühlt sich insgesamt fitter.