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Wann sollte ich beim Sport Sonnenschutz auftragen?

Gesundheit
Leute die Volleyball draußen spielen

Zuletzt aktualisiert 06. Oktober 2023

Ganz egal, ob beim Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen im Freien – der passende Sonnenschutz bleibt beim Sport häufig auf der Strecke.

Sonnencreme & Co. verbinden die meisten von uns mit einem entspannten Nachmittag am See – nur weil der Körper beim Sport in Bewegung ist, ändert das aber natürlich nichts an den negativen Folgen, die die Sonnenstrahlung auf die Haut haben kann.

Wir zeigen Ihnen, welchen Sonnenschutz Sie beim Sport auftragen sollten und warum er auch an bewölkten Tagen nicht fehlen darf.

Wann brauche ich Sonnenschutz?

Vor allem, wenn die Sonne nicht kräftig scheint, fällt es manchmal schwer, an den Schutz zu denken.

Rund um den Sport gibt es jedoch ganz unterschiedliche Situationen, in denen ihnen Hautärzte immer dazu raten werden, nicht auf den passenden Schutz zu verzichten. Neben den offensichtlichen Situationen (z. B. Schwimmen), gehören dazu auch folgende:

Bewölkter Himmel

Auch bei einer Wolkendecke, Regen oder Gewitter sollten Sie sich nicht täuschen lassen. Die UV-Strahlung bahnt sich auch durch die Wolken.

Zwar weniger intensiv als an sonnigen Tagen, nichtsdestotrotz aber stark genug, um Ihrer Haut zu schaden.

Auto- und Zugfahrten

Ob beim Wandern oder Mountainbiken – dass die Haut bereits während der Anfahrt viel Sonnenstrahlung ausgesetzt sein kann, gerät gerne in Vergessenheit.

Das Problem: Die in Zügen, Autos und Bussen verbauten Glasscheiben lassen UV-A-Strahlung größtenteils weiterhin durch.

Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kann zumindest beim eigenen Auto eine UV-Schutz-Folie nachrüsten.

Diese wird in den meisten Fällen nur für die Seitenfenster benötigt, da sie vor allem bei neueren Fahrzeugmodellen bereits in die Frontscheibe integriert ist.

Fenster

Wer gerne Zuhause trainiert und beispielsweise vor dem Fenster auf dem Hometrainer oder Stepper steht, sollte ebenfalls daran denken, dass die meisten Fensterglas-Varianten die UV-Strahlung nicht abhalten.

Selbiges gilt natürlich auch für Fitnessstudios, die vor allem in Großstädten häufig mit großen Fensterfronten Kunden anlocken wollen.

Schnee

Auch beim Ski- oder Snowboardfahren spielt der Sonnenschutz eine wichtige Rolle. Der Schnee kann stark reflektieren – selbst wenn der Großteil des Körpers dauerhaft bedeckt ist, sollte hier also sicherheitshalber gut eingecremt werden.

Berge

Zum Wandern, Klettern oder Mountainbiken zieht es viele von uns in die Berge. Je höher die Lage, desto stärker wird auch die Intensität der UV-Strahlung und ein guter UV-Schutz sollte mit an erster Stelle der Packliste stehen.

Für Menschen, die sich bislang nur wenig mit dem Thema Sonnenschutz beschäftigt haben, mag ein Teil dieser Fälle vielleicht übervorsichtig klingen.

Studien haben jedoch gezeigt, dass viel Zeit in der Sonne nicht nur die natürliche Hautalterung (z. B. Falten) beschleunigen kann, sondern auch schon kleinere Sonnenbrände einen langfristigen gesundheitsschädlichen Effekt haben können.

Welcher UV-Schutz ist der richtige?

Um unterschiedliche Arten von Sonnenschutz (z. B. chemischer vs. mineralischer Filter) gibt es ständig Diskussionen, die an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden.

Mit Blick auf die Eignung für den Sport sollten Sie bei der Auswahl vor allem darauf achten, dass das Sonnenschutzmittel ein Stück weit schweißresistent ist und zudem ohne Fette hergestellt wird.

Die Inhaltsstoffe spielen vor allem für all diejenigen eine wichtige Rolle, die häufiger mit unreiner Haut zu kämpfen haben.

Neben Fetten werden in vielen Sonnencremes bzw. -sprays auch Duftstoffe und sogenannte komedogene Stoffe verarbeitet.

Das Problem: Diese Stoffe können die Poren verstopfen – in Kombination mit dem Schweiß entstehen so sehr schnell Hautunreinheiten wie Pickel.

Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich?

Ganz unabhängig davon, wie hoch der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels ist: Die tatsächliche Schutzzeit ist hauptsächlich vom individuellen Hauttyp abhängig.

Je dunkler der Hautton ist, desto länger ist die natürliche Eigenschutzzeit, die die Haut mitbringt, bevor ein Sonnenbrand – und damit womöglich auch bleibende Hautschäden – entsteht. Je nach Hautton liegt diese natürliche Eigenschutzzeit zwischen ca. 10 und ca. 90 Minuten.

Der Lichtschutzfaktor sorgt dafür, dass die Eigenschutzzeit um ein Vielfaches erweitert werden kann. Wird auf einen Hauttyp mit einer Eigenschutzzeit von 20 Minuten beispielsweise eine Sonnencreme mit LSF 30 aufgetragen, ergibt sich dadurch eine kombinierte Schutzzeit (20 x 30) von 600 Minuten.

Dabei handelt es sich mehr um eine ungefähre Orientierung bzw. einen Richtwert. Da der Schutz nie zu 100 % wirkt, sollten Sie die Schutzzeit also nicht “herausfordern” und besser frühzeitig aus der Sonne gehen.

Wichtig: Bei Sonnenschutz, der mit Begriffen wie “100 % schweißresistent” oder “wasserfest” beworben wird, handelt es sich meistens um Versprechen, die in der Praxis nicht gehalten werden können.

Vor allem beim Schwimmen gilt deshalb: Nach jedem Aufenthalt im Wasser sicherheitshalber nachcremen, um den Schutz möglichst lange aufrechtzuerhalten.